Drogen im Straßenverkehr
 

Eine europaweite Untersuchung hat ergeben, dass etwa 2% aller Fahrzeugführer unter dem Einfluss von illegalen Drogen stehen. Es ist jedoch zu befürchten, dass die Dunkelziffer der Kraftfahrer, die unter dem Einfluss von illegalen Drogen am Straßenverkehr teilnehmen, um ein Vielfaches höher ist (Studien sprechen von 11%!). Der simultane Konsum von Alkohol und Drogen sind keine Seltenheit und konnte bereits nachgewiesen werden. Mehrere Aufgriffe auf dem Gebiete der Polizeizone EIFEL zeugen davon.

Drogenauswirkungen auf die Fahrtauglichkeit

Die mit der Einnahme von Rauschgift verbundenen Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit lassen sich wegen des sehr unterschiedlichen Wirkprofils der einzelnen Betäubungsmittel kaum sicher vorhersehen, was die damit verbundenen Gefahren zusätzlich erhöht. Das gilt in besonderem Maße für die Kombination unterschiedlicher Drogen oder von Rauschgift mit Alkohol.
Dieser Konsum kann zu einer nicht mehr kalkulierbaren Gefahr werden. Hinzu kommt, dass sich viele Drogenkonsumenten gar nicht bewusst sind, dass nicht nur Alkohol, sondern auch Rauschgift und bestimmte Arzneimittel einen erheblichen und lang andauernden Einfluss auf die Fahrtauglichkeit haben. 

Rechtliche Folgen

Die Gesetze vom 04.04.2003 und 03.05.2003, sowie der K.E. vom 16.05.2003 ahnden den Nachweis illegaler Drogen im Blut eines Kraftfahrers mit empfindlichen Geldbußen sowie mit Haftstrafen und Fahrverbot.

Nachweis der Drogenbeeinflussung

Die Erkennung und der Nachweis von Drogenkonsum anlässlich von Unfällen und bei Verkehrskontrollen sind in den letzten Jahren durch gezielte Schulung von Polizeibeamten und die Entwicklung geeigneter Schnelltestverfahren wesentlich erleichtert und verbessert worden.


Grenzwerte bei Drogenkonsum


Anders als bei Alkohol gibt es bislang bei illegalen Drogen keine gesetzlichen oder von der Rechtsprechung entwickelten Grenzwerte, ab denen von einer Fahruntauglichkeit ausgegangen werden kann. Das liegt zum einen daran, dass die Wirkung der verschiedenen Betäubungsmittel auf das physische oder psychische Leistungsvermögen sehr unterschiedlich ist und stark von individuellen Parametern abhängt.